CEWS-Ranking: Berliner Unis erneut spitze

Die Berliner Hochschulen sind spitze in Sachen Gleichstellung: Das zeigt das neue Hochschulranking des Kompetenzzentrums Frauen in Wissenschaft und Forschung (CEWS). Freie Universität, Humboldt-Universität und Universität Potsdam sowie die private Wirtschaftsuni in Vallendar fördern Frauen bundesweit am besten. Bei den Fachhochschulen gehört die Katholische Hochschule für Sozialwesen, bei den Künstlerischen Hochschulen die Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch zur Spitzengruppe. „Wir können einmal mehr stolz sein auf unsere Hochschulen. Die FU lag bereits beim vorigen CEWS-Hochschulranking vorn, während die HU jetzt einen Rang gut gemacht hat. In jeder Kategorie gehört mindestens eine Berliner Hochschule zur Spitzengruppe“, freut sich die wissenschaftspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Ina Czyborra.

„Der vergleichende Blick hilft, die Qualität, das Innovationspotenzial und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Hochschulen einzuschätzen“, erläutert sie und betont: „Wir sind auf dem richtigen Weg, denn die verabredeten gleichstellungspolitischen Maßnahmen wirken. Berlin ist im bundesweiten Vergleich bei der Gleichstellung an den Hochschulen unangefochten und mit großem Abstand zu Hamburg und Brandenburg Spitzenreiter. Das neue Ranking bestätigt die ausgezeichneten Rahmenbedingungen für Lehre und Forschung in unserer Stadt.“

Im Koalitionsvertrag haben sich SPD, Grüne und Linke darauf verständigt, Chancengleichheit und Diversität an den Berliner Hochschulen weiter auszubauen. „Ina Czyborra: „Wir wollen bei dem Erreichten nicht stehen bleiben. Unser Ziel ist, dass die Hälfte aller Professuren und die Hälfte aller Leitungsfunktionen an den Berliner Hochschulen mit Frauen besetzt sind. Deshalb wird auch das Berliner Chancengleichheitsprogramm als wesentlicher Pfeiler der Frauenförderung fortgeführt.“

Die Spitzengruppe mit FU und HU erreichte bei dem neuen Ranking über alle Kategorien hinweg zehn von zwölf möglichen Punkten. Die FU steigerte den Frauenanteil bei den Professuren um knapp sechs Prozent auf jetzt 35,2 Prozent, die HU um fast neun Prozent auf 31,6 Prozent. Beim Frauenanteil beim wissenschaftlichen Personal machten beide Unis ebenfalls überdurchschnittliche Fortschritte. Die TU erreichte erneut die Hälfte der möglichen Punktzahl. Hier ist der Frauenanteil bei den Professuren zwischen 2010 und 2015 um drei Prozent zurückgegangen und liegt nun bei 17,5 Prozent.

Neben der Katholischen Hochschule für Sozialwesen liegen die Alice Salomon Hochschule und die Evangelische Hochschule im bundesweiten Vergleich der Fachhochschulen bei der Frauenförderung mit vorn, die HTW, die HWR sowie die Beuth-Hochschule im Mittelfeld. Außer der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch erreichten auch die Kunsthochschule Weißensee und die Universität der Künste beim Vergleich der Künstlerischen Hochschulen hohe Werte, während die Hochschule für Musik Hanns Eisler im Mittelfeld platziert ist.

Das aktuelle Ranking basiert auf quantitativen Daten aus dem Jahr 2015 von insgesamt 287 Hochschulen. Das Gesamtranking gibt Auskunft über 64 Universitäten, 131 Fachhochschulen und 44 Künstlerische Hochschulen. Seit der ersten Veröffentlichung 2003 konnte sich das CEWS-Hochschulranking als ein Bestandteil der Qualitätssicherung für Gleichstellung an Hochschulen etablieren. Er erscheint alle zwei Jahre, berücksichtigt das Fächerprofil der Hochschulen und ermittelt den Frauenanteil bei den Professuren, bei den Promotionen und beim wissenschaftlichen Personal. Dabei greift es auf das Kaskadenmodell zurück und misst, wie sich der Anteil von Frauen in einer Hierarchiestufe zu dem Anteil in der Stufe darunter verhält. Gut schneidet demnach eine Uni ab, deren Frauenanteil bei den Professuren möglichst nah am Frauenanteil bei den Promovierenden liegt. Die Hochschulen werden dabei in jeder Kategorie in eine Spitzen-, Mittel- und Schlussgruppe einsortiert.

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