Umfassende Modernisierung des BAföG gefordert

Der Berliner Bundestagsabgeordnete Swen Schulz hat jetzt darauf hingewiesen, dass immer weniger Studierende vom BAföG profitieren. Dies sei ein klarer Handlungsauftrag für die Politik, so der Haushaltsexperte zum neuen BAföG-Bericht. „Das BAföG ist der Kern der sozialen Bildungsfinanzierung und darf nicht erodieren“, betont Swen Schulz. Bislang wurden lediglich zwei Drittel der im Bundeshaushalt für das BAföG zur Verfügung gestellten Mittel auch tatsächlich abgerufen. Dies sei ein klarer Auftrag, die Bildungsfinanzierung umfassend zu modernisieren und erheblich auszubauen, unterstreicht der SPD-Haushaltsexperte.

„Die Zahl von lediglich 377.000 Studierenden, die zuletzt von der Studienfinanzierung profitierten, ist enttäuschen. Sowohl die Zahl der Geförderten als auch der überschaubare Anstieg des durchschnittlichen Förderbetrags auf 464 Euro bleiben weit hinter den Prognosen des Bundesbildungsministeriums zurück“, erläutert der SPD-Bundestagsabgeordnete. Verbesserungen sind vor allem bei der Wohnpauschale erforderlich. Der Bericht des Bundesbildungsministeriums blendet dagegen die Mietpreisentwicklung in Studierendenstädten völlig aus. „Es ist deshalb auch zu prüfen, ob ein BAföG-Bericht künftig besser von unabhängiger Stelle erstellt werden sollte“, so MdB Schulz abschließend.

Dieser Beitrag wurde unter Bildung, Bundespolitik veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.