Fairtrade-Initiative präsentiert sich beim Bazaar Berlin

Ein großer Stadtplan weist beim diesjährigen Bazaar Berlin den Weg zum Stand der Initiative „Fairtrade Town Berlin“, die sich erstmals auf der internationalen Messe für Kunsthandwerk, Schmuck, Textilien und Wohnaccessoires präsentiert. „Ich freue mich über die Fortschritte und ich freue mich auf den traditionsreichen Bazaar Berlin“, betont Ina Czyborra, die die Initiative für die SPD-Fraktion begleitet. „Vor einem Jahr haben wir bei der Messe die Steuerungsgruppe gegründet, um die Zertifizierung von Berlin als Fairtrade-Stadt voranzutreiben. Im März 2017 hat das Abgeordnetenhaus den Antrag ‚Berlin wird Fairtrade Town‘ beschlossen. Ein solcher Parlamentsbeschluss zur Unterstützung des fairen Handels ist nötig, um die Auszeichnung Fairtrade Town zu erhalten. Sechs Arbeitsgruppen sind seitdem aktiv und sorgen mit dafür, das Anliegen des fairen Handels in der Stadt bekannt zu machen“, berichtet die Zehlendorfer Abgeordnete. „Unser Ziel ist, dass nicht nur Einzelhandel und Gastronomie fair gehandelte Produkte anbieten, sondern auch öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Vereine oder die Landesbetriebe.“

Als „Partner des Fortschritts“ im Jahre 1962 gestartet, bietet der Bazaar Berlin seinen Gästen vom 8. bis 12. November 2017 wieder außergewöhnliche Geschenke aus aller Welt für sich selbst und zum Verschenken. Auch in diesem Jahr sind zahlreiche Aussteller dabei, die ihre Produkte fair und nachhaltig produzieren, traditionelle Fertigungstechniken zeigen und Menschen in wirtschaftlich benachteiligten Regionen eine Beschäftigungs- und Einkommensperspektive bieten. Eine Premiere gibt es auch: Erstmals widmet sich eine gesamte Halle dem Thema Fair Trade (Halle 15.1). Dort ist auch der Stand der Initiative „Fairtrade Town Berlin“ zu finden, der über die Kampagne und fair gehandelte Angebote in Berlin informiert. Als Beispiel stellt die Initiative fair produzierte Fußbälle vor, denn die Arbeitsbedingungen bei der Herstellung von Fußbällen sind häufig prekär: Die Bälle werden in Ländern wie Pakistan vornehmlich in Handarbeit genäht. Kinderarbeit, Hungerlöhne und mangelnder Arbeitsschutz sind dabei keine Seltenheit. Daher wirbt die Initiative gemeinsam mit dem Landessportbund für den Einsatz von Bällen, die unter nachhaltigen und fairen Bedingungen hergestellt wurden. Glücksrad, Sitzecke und großes Afrika-Puzzle runden das Standangebot ab.

Website Bazaar Berlin

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