„March of Science“ auch in Berlin

Von der Leugnung des Klimawandels bis hin zu abstrusen Verschwörungstheorien – immer häufiger werden wissenschaftlich belegte Tatsachen geleugnet oder erwiesene Unwahrheiten populistisch als „alternative Fakten“ dargestellt. Am 22. April 2017 gehen deshalb weltweit Menschen beim „March for Science“ auf die Straße – auch in Berlin.

Dazu erklärt die wissenschaftspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Dr. Ina Czyborra: „Wissenschaft und Forschung sind elementar für unsere offene und demokratische Gesellschaft. Die Freiheit der Wissenschaft ist ein hohes Gut, das in der Aufklärung als individuelle Denkfreiheit, libertas philosophandi, postuliert wurde und seither immer wieder gegen Einflussnahme verteidigt werden muss. Unser Grundgesetz schützt in  Artikel 5 neben der Kunst auch die Wissenschaft sowie Forschung und Lehre als deren Ausübungsformen. Einschränkungen und Bevormundungen sind entschieden zurückzuweisen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler müssen sich weltweit austauschen dürfen, Studierende müssen freien Zugang zur Lehre haben. Dafür muss die Politik den nötigen Rahmen schaffen. Vor diesem Hintergrund bin ich noch einmal mehr froh, dass die neuen Hochschulverträge den Berliner Hochschulen und Fachhochschulen stabile finanzielle Zuwächse sichern und neue Entwicklungsperspektiven eröffnen.“

Am 22. April findet weltweit in rund 480 Städten der „March for Science“ statt, in Deutschland beteiligen sich Hochschulangehörige in Hamburg, Leipzig, Dresden, Frankfurt, Heidelberg, München, Göttingen, Tübingen, Bonn/Köln und auch in Berlin. Die Landeskonferenz der Rektoren und Präsidenten der Berliner Hochschulen (LKRP) hat ihre Unterstützung des „March for Science“ erklärt und ruft alle Hochschulmitglieder und Berlinerinnen und Berlin dazu auf, sich an der Demonstration zu beteiligen.

Die LKRP beklagt eine zunehmende Wissenschaftsfeindlichkeit, die unsere und die Zukunft künftiger Generationen gefährde. Die Wissenschaft gehöre mit ihren Erkenntnissen und Leistungen zu den tragenden Säulen demokratischer Gesellschaften, die im friedlichen akademischen Diskurs und mit nachprüfbaren Ergebnissen sachlich fundierte Grundlagen für die Meinungsbildung und Entscheidungsfindung anbietet und die hilft, drängende globale Fragen unserer Zeit zu beantworten sowie die Zukunft folgender Generationen zu sichern.

Die Berliner Demonstration startet um 13 Uhr vor der Humboldt-Universität, Unter den Linden 6. Aktuelle Informationen zum „March for Science“ Berlin sind auf der Website marchforscienceberlin.de zu finden.

LKRP-Presseinfo

 

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