„Professorinnenprogramm“ weiter notwendig

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern hat sich bei ihrer Sitzung am 7. April darauf verständigt, das „Professorinnenprogramm“ zur Förderung von Wissenschaftlerinnen fortzusetzen. Für die Erstberufung von Frauen auf Professuren haben die Hochschulen seit 2008 insgesamt 300 Millionen Euro erhalten, bisher wurden auf diesem Wege 524 Professorinnen berufen. „Das Professorinnenprogramm wirkt, es sorgt für eine nachhaltige Förderung von Wissenschaftlerinnen“, begrüßt die wissenschaftspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Dr. Ina Czyborra, diese Entscheidung. „Das Datenmaterial der GWK unterstreicht, wie notwendig diese Förderung weiterhin ist. Lag 1999 der Frauenanteil bei allen Professuren an den deutschen Hochschulen noch bei 8,2 Prozent, kletterte er bis 2014 auf noch ausbaufähige 22 Prozent. Dabei fällt auf, dass Professorinnen im Vergleich zu ihrem Anteil an allen Professuren zu 31 Prozent überproportional häufig befristet und zu 31,8 Prozent überproportional häufig in Teilzeit beschäftigt waren. Die GWK zieht das Fazit, dass es eines Kulturwandels im Wissenschaftssystem bedarf, um die Expertise und Leistungsfähigkeit von promovierten Wissenschaftlerinnen auszuschöpfen. Ich teile diese Einschätzung. Das Professorinnenprogramm schafft den hierfür nötigen Rahmen, indem es die Gleichstellung an den Hochschulen stärkt.“

GWK-Presseinformation

Dieser Beitrag wurde unter Frauen- und Gleichstellungspolitik, Wissenschaft abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.