Statt Museen Forschungscampus?

In die Diskussion über die Nachnutzung der Dahlemer Museen kommt Bewegung: Hermann Parzinger, der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, möchte dort einen Forschungscampus mit Bürgerbeteiligung eröffnen. Die Archive, Depots, Bibliotheken und Restaurierungswerkstätten des Museums für asiatische Kunst, des ethnologischen Museums und des Museums europäischer Kulturen sollen hier konzentriert werden.

„Das ist ein diskussionswürdiger Vorschlag, der für die sanierungsbedürftigen Gebäude eine Perspektive eröffnet. Vor allem würde er den Wissenschaftsstandort Dahlem weiter stärken“, bewertet die Dahlemer Abgeordnete Ina Czyborra die Idee. Allerdings bleibe offen, ob diese auch Möglichkeiten für eine kulturelle Nutzung eröffnet, wie sich das viele Anwohnerinnen und Anwohner wünschen. „Überdies ist die Finanzierung der angedachten Vorhaben nicht geklärt. Die schönsten Pläne helfen nichts, wenn es keine Zusagen zur Kostenübernahme durch den Bund gibt“, betont Ina Czyborra. Und weiter: „Gemeinsam mit den vielen Bürgerinnen und Bürgern, die sich für Zwischen- und Nachnutzung der Museen engagieren, bin ich auf die weitere Debatte und die Details der Pläne von Herrn Parzinger gespannt.“

Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz will zunächst eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben und in diesem Jahr mehrere Bürgerforen veranstalten, um für seine Pläne zu werben. Ende 2017 soll die Zukunft des Museumsstandorts Dahlem geklärt sein.

Informationen auf der SPK-Website

Dieser Beitrag wurde unter Dahlemer Museen, Wahlkreis abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.